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Höhenlage der burgenländischen Rebflächen

Auf Basis des im GIS-Burgenland einsehbaren Höhenmodells wurden für die gegenständlichen eigenen Arbeiten die Rebflächen des Burgenlandes durch intensive punktuelle Abfrage in Höhenabstufungen von 30 m auswertungsmäßig erfasst und in einer eigenen Karte eingetragen.

Grundsätzlich wird Weinbau im Burgenland im Höhenbereich von 116 m (unmittelbar beim tiefst gemessenen Punkt Österreichs von 114 m in Apetlon) bis 435 m (vereinzelt in Rechnitz) betrieben. Überwiegend (ca. 41 %) sind Burgenlands Weinreben in der Ebene auf einem Niveau zwischen 116 m und 130 m ü. M. bzw. ü. A. (über dem Meeresspiegel = über Adria) ausgepflanzt, und zwar mehrheitlich auf der Seewinkelterrasse (unterhalb des „Wagrams der Parndorfer Platte“). Die Höhenunterschiede betragen hier nur wenige Meter, die höchste weinbauliche Erhöhung liegt bei ca. 125 m, die tiefsten Lagen bei 116 m (Apetlon), 117 m (Illmitz) und 118 m (Andau, Pamhagen). Die marginalen Differenzen (z.B. innerhalb der Gemeinde Andau zwischen 118 m und 124 m) haben jedoch enorme Auswirkungen auf die Frostgefährdung der Reben.

Weingärten auf nur geringem Höhenniveau (<130 m) gibt es aber auch in nicht unbeträchtlicher Anzahl westlichen Bereich der Neusiedlerseeniederung, also von Purbach über Oggau, Rust bis Mörbisch, wobei die vielen Auspflanzungen der 1960erJahre unterhalb der von der Bundesstraße B50 gezogenen (Frost-)„Grenzlinie“ immer mehr der weinbaulichen Nutzung entnommen werden.

Im Eisenstädter Becken bzw. der Wulka-Niederung liegen die Rebflächen teils unterhalb von 130 m (z.B. Schützen a.G.), teils bis zu 160 m Seehöhe (Eisenstadt, St. Margarethen).

Am burgenländischen „Wagram“ streichen die Auspflanzungen in der Falllinie von 130 m (Hangfuß) bis an die 160 m (Hangoberkante). Die Weingärten am Hochplateau der Parndorfer Platte liegen auf einem Niveau von knapp 150 m (Halbturn) bis knapp 180 m (Neusiedl am See, Weiden).

Grob betrachtet sind mehr als 70 % der Weingärten im Burgenland in einem Höhenbereich unterhalb von 190 m ü. A. anzutreffen.

Die an den O- und SO-Hängen liegenden Rebflächen am Leithagebirge erstrecken sich im weiten vertikalen Bereich von etwa 135 m bis knapp über 300 m (Großhöflein) Seehöhe.

Auf dem Ruster Höhenzug reicht die weinbauliche Nutzung bis zu einer Höhenstufe von ca. 230 m. Am Hangfuß in Rust stehen die Reben hingegen (in der Neusiedlerseeniederung) fast auf Seeniveau auf nur 118 m ü. A.

Am NW-Abhang des Marzer Kogels (Baumgarten, Pöttelsdorf) finden sich die Reben auf 230 m bis knapp 300 Höhenmeter.

Im Mittelburgenland sind die tiefst gelegenen Rebflächen (z.T. <200 m ü. A.) in der in Richtung Ungarn auslaufenden Beckenlandschaft von Deutschkreutz und Neckenmarkt anzutreffen. In Deutschkreutz dominiert der Weinbau auf einem Höhenniveau von 200 m bis 220 m, nur auf den Bergrücken gibt es Reben auch noch auf 250 m ü.M. In Horitschon liegen die meisten Weingärten auf 220 m bis 280 m Seehöhe, in Neckenmarkt stehen die Reben am S-Hang des Ödenburger Gebirges noch oberhalb von 310 m.

Im S-Burgenland haben die oft sehr klein- bis kleinstflächigen Weingärten auf den flachwelligen Hügeln und Rieden ein sehr unterschiedliches Höhenniveau. Im Bereich von Deutschschützen liegen die Rebflächen ziemlich einheitlich auf 270 m bis 295 m Seehöhe.

Echter „Bergweinbau“ ist im Burgenland nur in den alten Rieden von Rechnitz und Eisenberg anzutreffen. Am Eisenberg fallen die ins Tal auslaufenden Flächen zwar auf eine Höhe von rund 280 m ab, im oberen Teil der Steilhänge sind jedoch kultivierte Reben auf 380 m bis knapp über 400 m ü. A. keine Seltenheit. Teilweise noch höher gelegen sind manche Weingärten in Rechnitz. So hat eine Versuchsfläche eine Seehöhe von 435 m.
Hoehenmodell
Höhenniveau der Weingärten im Burgenland (Daten GIS-Burgenland und WBK 2013, eigene Darstellung)
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