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Überblick

Die Ermittlung des Verlaufes der Traubenreife erfolgte im Projektzeitraum 2008-2013 in erster Linie an den zu Untersuchungsbeginn aufgrund der natürlichen Gegebenheiten objektiv festgelegten und repräsentativ im ganzen Burgenland verteilten Referenzflächen. Anfangs waren es 211 von den Winzern betriebsspezifisch bewirtschaftete Weingartenertragsflächen, zuletzt durch verschiedene Umstände abgereichert (Verkauf, Verpachtung, Grundstückstausch, Rodung und Brache, Ausfall durch Frost und Hagel, aber auch erloschenes Interesse an der Projektteilnahme u.a.) nur mehr etwas über 150 Rebflächen in 32 Weinbaugemeinden des Burgenlandes. Im Sortenspiegel dominierten bei den Rotweinsorten Zweigelt, Blaufränkisch, Blauburgunder, Merlot, Syrah und Cabernet Sauvignon, bei den Weißweinsorten Chardonnay, Grüner Veltliner, Welschriesling und Müller Thurgau.

Die Beprobung erfolgte, mit starken jahrgangsspezifischen Einschränkungen, zwischen der 27. und 42. Kalenderwoche wöchentlich durch erfahrene und eingespielte Teams. In der Regel jeden Montag und Dienstag wurden vormittags in jeder Versuchsfläche die betreffende Weingartensituation, Rebenvitalität und Traubenreife zunächst vor Ort visuell bonitiert, dann 200 Beeren nach einem bestimmten Zufallsmuster gezupft (an bestimmten Standorten für weitere Untersuchungen auch 2 x 200), verpackt, gewogen, ggf. auch vermessen und gekühlt bis spätestens zu Mittag ins Labor des BAWB nach Eisenstadt oder (bestimmte Proben) ins Labor des BLZ Gols zur FTIR-Analyse gebracht. Nach einem „Controlling“ auf Plausibilität bzw. Richtigkeit wurden die übermittelten und überprüften Traubenreifedaten in die eigene Datenbank (WDB) an der BOKU importiert und unverzüglich, spätestens am Folgetag den Winzern und sonstigen Interessenten über die Online-Freischaltung auf der Homepage des BAWB Eisenstadt (www.bawb.at) und auf der Arbeitsplattform des Projektes an der BOKU Wien (ehemals http//:terroir.boku.ac.at) öffentlich zur Kenntnis und zur weiteren persönlichen Verwertung gebracht.

Jährlich wurden im Burgenland für die Ermittlung des Reifeverlaufes der rund 1.600 Proben (zu je ca. 200 zufällig gezupften Beeren) gezogen, analysiert, geprüft, in die Datenbank aufgenommen und rechnerisch bearbeitet. Das Ergebnis jeder Traubenreifeprobe vermittelte nicht nur den aktuellen Gehalt an Zucker und Gesamtsäure, sondern beinhaltete insgesamt 19 Reifeparameter, was zur Folge hatte, dass während der Projektlaufzeit 2008-2013 jährlich in Summe über 30.000 Traubenreifewerte zu bearbeiten waren.
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