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Untersuchungen BOKU

Um der Frage nachzugehen, inwieweit der Weingeschmack gebietstypisch abgegrenzt bzw. die Herkunft eines Weines im Burgenland analytisch und sensorisch belegt werden kann, wurden an der BOKU verschiedene Ansätze gewählt.

Zunächst versuchte man den Weg über die Ergebnisse der jährlichen burgenländischen Landesprämierung für Wein, Perlwein und Sekt sowie den Bewertungen von Fachzeitschriften, insbesondere in Form der jährlichen Weinbewertung des Falstaff-Magazins, zu beschreiten. Dieser Lösungsansatz, qualitative Weinbewertungen zur Abgrenzung natürlicher Flächeneinheiten heranzuziehen, scheiterte jedoch aus vielschichtigen Gründen (z.B. sortenspezifische Flächen- und Weinprobendominanz mancher Gebiete, auf die Verkostung betriebsspezifisch genau abgestimmter Weinausbau, Traubenherkunft nicht ident mit Betriebsadresse u.v.a.m.).

In einem zweiten Untersuchungsansatz war es das Ziel, durch Betriebsmuster, die teils im LEH angekauft wurden, teils von mehreren Betrieben als betriebsspezifisch ausgebaute „Lagenweine“ der Referenzflächen dankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurden, zu einem aussagekräftigen Ergebnis zu kommen. Man wollte so in Erfahrung bringen, ob mit den am Markt angebotenen Weinen eine geografische Herkunftszuordnung machbar ist, trotz der betrieblichen Unterschiede.

Um die allseits bekannten, starken Unterschiede im Weinausbau durch den individuellen önologischen Betriebseffekt ausscheiden zu können wurde im dritten Lösungsansatz auf den (von einem kompetenten Team durchgeführten) einheitlichen, standardisierten Weinausbau im Kleingebinde („Mikrovinifizierung“) gesetzt, und zwar auf Basis von Trauben aus bestimmten Referenzflächen. Die diesbezüglichen Vergleiche konzentrierten sich dabei mehrheitlich auf die für das Burgenland wirtschaftlich wichtigen, regionaltypischen Rebsorten (rot) Zweigelt und Blaufränkisch sowie Österreichs autochthoner Paradesorte Grüner Veltliner (weiss). Bei der Lese wurden in den ausgewählten Referenzflächen jeweils die Gesundheit der Trauben, die Behangstärke (Anzahl der Trauben pro Stock), das Einzeltraubengewicht der gesunden Früchte, das Beerengewicht, die Erntemenge (Gewicht vinifizierbarer Trauben) pro Stock bzw. (via dem Pflanzverband hochgerechnet) der Hektarertrag sowie die Mostqualität ermittelt. Die Mikrovinifizierung (in 34- bzw. 25-Liter Glasballons) erfolgte anfänglich in der LFS Eisenstadt, in den weiteren Jahren aber an der BOKU Wien an der Abteilung für Pflanzenschutz. Im ersten Jahr des Projektes (2008) waren es 29 Weinherkünfte, 34 Muster des Jahrganges 2009, 57 Ausbauten im Jahr 2010, 52 Weine 2011 und 36 Mikrovinifizierungen im Jahr 2012.

Alle Weine (Betriebsmuster und mikrovinifizierte Weine) wurden mehrfach analysiert und sensorisch bewertet. Die Analysen beschränkten sich nicht nur auf die FTIR-Grunduntersuchung, sondern umfassten auch die Auswertung auf Farbe, sekundäre Inhaltsstoffe, Aromakomponenten u.a.

Wie schmeckt der Wein einer bestimmten geographischen Herkunft ?
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