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Kristalline Metamorphite - Gesteine und ihre Verteilung

Quartäre SedimenteAnteil an bgld. Weinbaufläche 66,9 %Beschreibung
Neogene (jungtertiäre) SedimenteAnteil an bgld. Weinbaufläche 30,5 %Beschreibung
Kristalline MetamorphiteAnteil an bgld. Weinbaufläche 2,6 %Beschreibung
Die Metamorphite (Umwandlungsgesteine) bilden den überwiegenden Teil der kristallinen Gesteine in der Zentralalpenzone. Als metamorphe Sedimente entstanden, finden sie sich in Form von

Penninikum Flächenanteil ca. 1,1 %
„Rechnitzer Einheit“ als tiefstes tektonisches Alpenstockwerk, analog zum Hohe Tauern-Fenster, mit mächtigen Metasedimenten (Phyllit, Quarzit), Serpentinit und basischen Magmatiten (Grünschiefer) als Leit-Gesteine (Alter: Mesozoikum, vermutlich Trias/Jura, 200 Mio. Jahre), meist in Form von

Grünschiefer
feinkörnige, stark geschieferte bis plattige, grünliche, tlw. hell-dunkel gebänderte Gesteine, größtenteils Abkömmlinge von basaltischen Tuffen, oft mit deutlicher Verwitterungszone, die in der sedimentären Abfolge die höchsten Schichtglieder darstellen und dadurch oft sehr nahe an die auflagernden Neogenschichten grenzen; insb. im nordöstlichen Teil von Rechnitz und in den oberen Lagen am Eisenberg.

Phyllit
Aus marinen Flach- u. Tiefwassersedimenten hervorgegangene, grau- bis braunrote (graphit- bzw. eisenhältige), feinkörnige, seidig glänzende, blättrig-schiefrige, Gesteine mit wechselndem Kalkgehalt (mehrheitlich Kalkphyllit, eher selten Quarzphyllit).


Unterostalpine Einheiten Flächenanteil ca. 1,5 %
Sie bilden den kristallinen Kern des Leithagebirges, Rosaliengebirges, Ruster-Höhenzuges, Ödenburger Gebirges (Neckenmarkt) sowie der Jungenberg- und Hackelsberg-Klippen (Winden-Jois), treten jedoch nur an wenigen Rebflächen an der Erdoberfläche mit ihren (meist grobkörnigen) polymetamorphen, granitischen Gesteinen hervor (d.h. Fenster ohne Neogen- oder Quartärbedeckung), zeigen sich mit Hüllschiefer bzw. Glimmerschiefer in großer Variationsbreite und Grobgneis, Amphibolit, Phyllit, Semmering-Quarzit, permoskytischen Arkosen, Dolomit u.a.; ihre traditionelle tektonische Untergliederung in Grobgneis-Komplex, Wechsel-Komplex und Semmering-Gruppe wird heute in Frage gestellt (Häusler 2007).
Als Gesteine dominieren:

Hüllschiefer (Glimmerschiefer, Paragneis)
Saure, meist quarzreiche, graue Gesteine mit ausgeprägter Parallelform, sehr leicht tief verwitterbar, insb. am O- u. SO-Abhang des Leithagebirges (Breitenbrunn-Hornstein), Ruster-Ödenburger-Hügelzug und tlw. im Bereich Jois-Winden.

Granitgneis (Grobgneis, Orthogneis)
Aus Granit hervorgegangenes, saures, grau-weißes, grobkörniges, tlw. massig-festes Gestein, in scharfkantigen Bruchstücken zu Grus verwitterbar, bildet charakteristische rundliche Kuppen im Landschaftsbild (Bucklige Weld); im Bereich Neckenmarkt, im Ruster-Ödenburger Hügelzug bei Mörbisch.
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