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Umgelagerte Böden - KULTURROHBODEN

Umgelagerte BödenBeschreibung
KulturrohbodenBeschreibung
KolluvisolBeschreibung
RigolbodenBeschreibung
Kulturrohboden Gols Horizont
Ai
0-10 cm
C
10-60 cm
Cg
60-110 cm
Die Initialstadien der Bodenbildung werden unter dem Begriff „Rohböden“ zusammengefasst, bei allen vom Menschen in Kultur genommen Rohböden spricht man von „Kulturrohböden“.
Der Kulturrohboden ist ein wenig entwickelter Boden auf feinem Lockermaterial, entstanden aus Löss, Sand, Ton oder Mergel, der durch ständige Abtragung (Erosion) und Bodenbearbeitung geformt wird. Dadurch kommt es vielfach auch nicht zur Bildung einer scharf abgegrenzten Krume.
Kulturrohböden sind im Allgemeinen tiefgründig, haben meist einen geringen Humusgehalt sowie nur eine geringe Speicherkraft und sind demzufolge eher trocken. Sie treten in vielen Gebieten auf, meist aber kleinräumig, insbesondere auf stark erodierten Bergrücken, Kuppen oder oberen Hanglagen, oft dort vergesellschaftet mit Tschernosemen, Paratschernosemen oder Braunerden.
Schwere schluff- und tonreiche Mergelrohböden sind oft mit Pseudogleydynamik zeitweise bis in den Oberboden staunass, sie neigen zur Dichtlagerung und haben eine schlechte Durchlüftung, Erwärmung und Wurzelentwicklung, was wiederum eine hohe Anfälligkeit gegenüber Chlorose bedingt.
Sandrohböden sind demgegenüber als Extrembeispiel der anderen Art aufgrund ihrer Tiefgründigkeit sehr gut durchlüftet und erwärmbar. Das hohe Potenzial für die Entwicklung eines tiefgängigen Rebwurzelkörpers wird jedoch meist massiv reduziert durch die sehr geringe Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit und die sehr große Trockengefährdung, wodurch Schwachwüchsigkeit oder sogar Kümmerwuchs der Reben häufig anzutreffen sind.
Gegrabene BodenprofileBeschreibung
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